DFG-Projekt zur Marktdisziplin in der Versicherungswirtschaft bewilligt

Symbolbild zum Artikel. Der Link öffnet das Bild in einer großen Anzeige.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein zweijähriges Forschungsprojekt von Dr. Moritz Hanika am Lehrstuhl für Versicherungswirtschaft und Risikomanagement (Prof. Dr. Nadine Gatzert) an der FAU Erlangen-Nürnberg bewilligt. Das Projekt befasst sich mit dem Thema „Marktdisziplin in der europäischen Versicherungswirtschaft“.

Ziel des Projekts ist es, den Einfluss von Transparenzvorschriften im Rahmen von Solvency II auf die Risikosteuerung von Versicherungsunternehmen zu untersuchen. So müssen Versicherer nach dem europäischen Regelwerk Solvency II einen jährlichen Bericht über ihre Solvenz- und Finanzlage veröffentlichen. Die erhöhte Transparenz soll Investoren und Kunden helfen, die Risikosituation der Versicherungsunternehmen zu beurteilen, und durch veränderte Anlage- und Kaufentscheidungen die Unternehmen zu einer risikoärmeren Steuerung bewegen.  

Im Rahmen des Projektes werden Daten von Versicherern aus ganz Europa über mehrere Jahre hinweg analysiert, um zu sehen, ob Unternehmen ihre Solvenzquoten aktiv steuern und welche Maßnahmen sie ergreifen, wenn ihre Quoten sinken. Außerdem wird untersucht, ob beobachtbare Marktreaktionen von Investoren und Kunden solche reaktiven Maßnahmen verstärken können. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie wirksam regulatorische Transparenzvorschriften tatsächlich sind.

Forum V gratuliert zur Bewilligung des Projekts und wünscht viel Erfolg bei der Umsetzung.